Windows 10 Support-Ende: Was Sie jetzt tun sollten

Windows-Lizenzen · 9 Min. Lesezeit · aktualisiert am 30. September 2026 · von Maximilian Heim

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Microsoft hat den Support für Windows 10 beendet. Wir erklären, was das konkret bedeutet, welche drei Wege Ihnen offenstehen und wie Sie den Umstieg günstig gestalten.

Seit dem 14. Oktober 2025 erhält Windows 10 nur noch Sicherheitsupdates, wenn der PC im ESU-Programm von Microsoft angemeldet ist – für Privat-PCs laut Microsoft inzwischen bis zum 12. Oktober 2027. Ohne Anmeldung läuft der Rechner weiter, aber jede neu entdeckte Sicherheitslücke bleibt offen. Was viele nicht wissen: Sie haben mehr als eine Option, und nicht jede kostet Geld. Wir gehen die drei realistischen Wege durch und sagen ehrlich, für wen sich welcher lohnt.

Was bedeutet das Support-Ende konkret?

Windows 10 funktioniert nach dem Stichtag normal weiter. Es gibt keine Abschaltung und keinen Zwang zum Wechsel. Was wegfällt, sind die monatlichen Sicherheitsupdates – und genau die sind der Schutzwall gegen Schadsoftware. Banken-Trojaner und Erpressungssoftware zielen bevorzugt auf Systeme, deren Lücken dokumentiert, aber nicht mehr gestopft werden.

Das fällt seit Oktober 2025 weg:

Weg 1: Kostenloses Upgrade auf Windows 11

Erfüllt Ihr PC die Systemanforderungen (TPM 2.0, unterstützter Prozessor), ist das Upgrade auf Windows 11 weiterhin kostenlos – die Windows-10-Lizenz wird übernommen. Das ist für die meisten der beste Weg: keine Kosten, weiter volle Updates.

So prüfen Sie in zwei Minuten, ob Ihr PC bereit ist:

Weg 2: Erweiterte Sicherheitsupdates (ESU)

Microsoft bietet Privatnutzern ein offizielles Verlängerungsprogramm, die Extended Security Updates (ESU). Wichtig, weil viele Seiten noch den 13. Oktober 2026 als Ende nennen: Microsoft hat das Programm für Privat-PCs bis zum 12. Oktober 2027 verlängert, anmelden können Sie sich bis dahin. Die Anmeldung ist kostenlos, wenn Sie die PC-Einstellungen mit einem Microsoft-Konto synchronisieren, alternativ mit 1.000 Microsoft-Rewards-Punkten oder einmalig für rund 30 US-Dollar in Landeswährung. Eine Dauerlösung ist ESU nicht: Danach stehen Sie vor derselben Entscheidung, nur später. Quelle: Microsoft, Windows 10 Extended Security Updates (abgerufen am 30.09.2026).

Weg 3: Neuer PC oder neue Lizenz

Scheitert das Upgrade an der Hardware, bleibt die Wahl zwischen einem neuen Gerät und – bei selbstgebauten oder aufrüstbaren PCs – einer neuen Windows-11-Lizenz nach Hardware-Tausch. Eine Windows-11-Lizenz ist bei seriösen Händlern deutlich unter dem Microsoft-Listenpreis zu bekommen; worauf Sie dabei achten sollten, erklärt unser Ratgeber zu seriösen Lizenz-Käufen.

OptionKostenGeeignet für
Upgrade auf Windows 11kostenlosPCs, die die Anforderungen erfüllen
ESU-Verlängerungkostenlos mit Einstellungs-Sync, sonst 1.000 Rewards-Punkte oder ca. 30 US-DollarÜbergang bis 12.10.2027
Neue Lizenz nach Aufrüstungab ca. 15–50 €Selbstbauer, aufrüstbare PCs
Neuer PCab ca. 400 €Geräte älter als 8–10 Jahre

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Häufige Fragen

Wie prüfe ich, ob mein PC Windows 11 unterstützt?

Am schnellsten über Einstellungen → Windows Update: Wird das Upgrade dort angeboten, ist der Rechner geeignet. Genauer prüft die kostenlose Microsoft-App „PC-Integritätsprüfung“, die auch benennt, welche Anforderung fehlt. Meldet sie fehlendes TPM, lohnt ein Blick ins BIOS – bei vielen Geräten ab etwa 2016 ist es vorhanden, aber ab Werk abgeschaltet.

Bleiben meine Dateien und Programme beim Upgrade erhalten?

Beim regulären Upgrade über Windows Update ja – Dateien, Programme und Einstellungen werden übernommen. Eine Sicherung der wichtigsten Daten auf eine externe Platte sollten Sie trotzdem vorher anlegen. Nur bei einer Neuinstallation über einen USB-Stick wird die Festplatte formatiert; das ist der Weg, den man bewusst wählt.

Ist Windows 10 ohne Updates sofort unsicher?

Nicht sofort, aber zunehmend. Der Rechner wird nicht am Stichtag angegriffen – jede künftig entdeckte Lücke bleibt aber dauerhaft offen. Das Risiko wächst also mit jedem Monat. Für einen Rechner ohne Internetverbindung ist das vertretbar, für Online-Banking, E-Mail und Einkäufe nicht.

Was kostet eine Windows-11-Lizenz, wenn das Upgrade nicht geht?

Bei Microsoft liegt der Listenpreis deutlich über dem, was Fachhändler verlangen. Achten Sie weniger auf den Preis als auf die Lizenzart: Eine Retail-Lizenz lässt sich auf neue Hardware übertragen, eine OEM-Lizenz bleibt dauerhaft an das Mainboard gebunden. Der Unterschied fällt erst beim nächsten Rechnerwechsel auf – dann aber deutlich.

Kann ich Windows 10 nach dem Support-Ende weiter benutzen?

Ja, das System läuft normal weiter. Ohne Anmeldung im ESU-Programm erhält es aber keine Sicherheitsupdates mehr. Für einen Offline-Rechner ist das vertretbar, für Online-Banking, E-Mail und Einkäufe raten wir davon ab.

Ist das Upgrade auf Windows 11 wirklich noch kostenlos?

Ja. Erfüllt der PC die Systemanforderungen, wird die vorhandene Windows-10-Lizenz beim Upgrade übernommen. Kosten entstehen nur, wenn neue Hardware oder eine neue Lizenz nötig ist.

Was ist das ESU-Programm?

Extended Security Updates: ein Verlängerungsprogramm von Microsoft, das angemeldete Windows-10-PCs laut Microsoft bis zum 12. Oktober 2027 mit Sicherheitsupdates versorgt. Die Anmeldung ist kostenlos mit Einstellungs-Synchronisierung über ein Microsoft-Konto, alternativ mit Rewards-Punkten oder für rund 30 US-Dollar. Gedacht als Brücke, nicht als Dauerlösung.

Mein PC hat kein TPM 2.0 – ist er damit wertlos?

Oft nicht. Bei vielen PCs ab etwa 2016 ist TPM in Form von fTPM (AMD) oder PTT (Intel) vorhanden, aber im BIOS deaktiviert. Ein Blick in die BIOS-Einstellungen lohnt sich, bevor Sie neue Hardware kaufen.

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